Die Aktionsgruppe Klimaentscheid bittet, alle unterschriebenen Bürgeranträge zur „Bewahrung der Anna‐Eder‐Promenade und des Donau‐Gartenschaugeländes“ bis spätestens Sonntagabend, den 9. August abzugeben – entweder über den Briefkasten des BN-Büros in Deggendorf oder persönlich an die Mitglieder der Aktionsgruppe.
Für Montag, den 10.08, ist die Unterschriftenübergabe an OB Moser angesetzt.
„Im Laufe der Sammlung haben wir viel Zustimmung und aktive Unterstützung erfahren. Das ehemalige Donaugartenschaugelände wird in seiner heutigen Gestalt sehr wertgeschätzt, insbesondere die neu benannte Anna-Eder-Promenade mit den benachbarten Freiflächen, dem Donau‐Spiel und der Strandbar. Deshalb ist die notwendige Unterschriftenzahl für den Bürgerantrag bereits überschritten. Ein deutlich kosteneffizienteres, klimafreundlicheres und schneller umsetzbares Konzept anstelle einer zweiten Straßenbrücke über das Gelände findet Anklang bei den Bürgerinnen und Bürgern“ so Cornelia Vogl-Dobler von der Aktionsgruppe Klimaentscheid.
Etwa 350 Personen, 1% der Einwohner, müssen den Antrag unterschreiben. Die Gruppe hat die nötigen Unterschriften nach eigenen Angaben mit vergleichsweise geringem Aufwand sammeln können. „Wir hatten einen Infostand am Stadtplatz und am Rande einer Kundgebung auf der Promenade gesammelt. Außerdem waren zwei Mitglieder jeweils in ihrer Nachbarschaft unterwegs. Der Rest kam von selber“, erklärt Vogl-Dobler.
„Eine verbesserte Anbindung der Fuß‐ und Radwegebrücke über die Donau nach den bereits vorhandenen Plänen des Radkonzepts und eine Stärkung der Busverbindungen zwischen der Stadt und dem Stadtteil Fischerdorf insbesondere zu Stoßzeiten können für eine Entlastung sorgen und sind viel schneller umsetzbar als der über 75 Millionen Euro teure Brückenbau,“ so Romy Stetter: „Das Verkehrsgutachten zur Rampenlösung zeigt schließlich, dass gut 6600 Fahrzeuge pro Tag weniger als 10 km weit fahren. Für diese Pendler sollte auch ein zusätzlicher Waldbahnhalt auf Fischerdorfer Seite gebaut werden.“
Die im Antrag vorgeschlagene straßenbauliche Alternative von Rampen auf die A92 verfolgt der Deggendorfer Stadtrat nach Prüfung durch die Verwaltung aus „technischer Unmöglichkeit“ nicht weiter. Die Aktionsgruppe sieht die Realisierbarkeit optimistischer, nachdem sich auch an anderer Stelle zeigt, dass technischen Richtlinie keine strikten Gesetze sind (mehr Informationen dazu finden Sie hier).
„Auffällig war am Infostand, dass viele zuvor weder von den Planungen zur sechsten Donaubrücke noch von Alternativen dazu gehört hatten. In diesem Sinne kann von einer Mehrheitsmeinung der Deggendorfer zu diesem Thema nicht die Rede sein,“ so Martin Sigl, in Bezug auf einen Leserbrief des Ehepaars Schandelmaier.